Das Hohnsteiner Puppenspielfest wurde 1986 von den damaligen Absolventen der „Hochschule für Schauspielkunst Berlin“ Thomas Hänsel und Holger Friedrich gegründet.

Absicht war, auf die Tradition des Hohnsteiner Handpuppenspiels aufmerksam zu machen, das Puppenspiel in dieser Region wiederzubeleben und ein jährliches Treffen von Puppenspielern auf der Burg Hohnstein zu etablieren.

Auch wenn die ersten Jahre von der Auseinandersetzung mit den Behörden und widrigen politischen Umständen geprägt waren und die Spielstätte des Kasperhauses nie wiedereröffnet werden konnte, so gab es doch immer wieder junge Leute, die das Puppenspiel in dieser Region weiterführten.

Nachdem Thomas Hänsel in die Bundesrepublik wechselte, kamen Frank Karbstein und Ronald Scheel, um Friedrich bei seiner „Mission“ zu unterstützen.

Doch auch sie gaben schließlich auf und verließen die Sächsische Schweiz.

Aber das Puppenspielfest blieb, die Organisation übernahm 1991 Rainer Krause, ein Schulfreund von Hänsel und in Sebnitz ansässig.

1996 wurde dann der „Hohnsteiner Puppenspielfest e.V.“ gegründet, der seitdem zusammen mit Rainer Krause die Organisation des Puppenspielfestes übernommen hat.

 

 Das Hohnsteiner Puppenspielfest wird von der Stadt Hohnstein, dem Freistaat Sachsen und dem Landkreis Sächsische Schweiz gefördert und findet einmal jährlich Ende Mai an einem Wochenende statt.

Eingeladen werden ca. 20 Gruppen aus ganz Deutschland, die 50 Vorstellungen an zwei Tagen für 2500 bis 3000 Zuschauer aufführen. Die Eröffnungsveranstaltung findet Freitag Abend statt.

Auch wenn dieses Hohnsteiner Fest so ganz anders ist – eben kein Festival über mehrere Wochen mit Jury und Bulletin, Urkunden, Pokalen und Preisgeldern, so ist der Charakter doch einmalig in der Festivalszene.

Hohnstein hat es eben anderes zu bieten – den improvisierten Charme in einer verspielten Landschaft, familiäre Gemütlichkeit gepaart mit künstlerischem Anspruch und ein breites Spektrum an Figurentheater.

Gespielt wird auf der Burg Hohnstein, in kleinern Spielstätten und dem Burgsaal, im Burghof, im Burggarten und dem Kasperhaus.

Da die Burg gleichzeitig Jugendherberge ist, können die Teilnehmer hier in kleinen und größeren Zimmern übernachten.

Kosten für Übernachtung und Fahrt übernimmt der Verein. Das Honorar entspricht nicht dem üblichen Festival-Standard, aber eine herzliche Atmosphäre und die wundervolle Umgebung gleichen dieses kleine Defizit sicher aus.

 

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